Transalp - Via Julia

Am 2. August machten Anne und ich uns am frühen Nachmittag auf den Weg zu unserer lange geplanten Alpenüberquerung inspiriert von der historischen Römerroute " Via-Julia " die von Augsburg dann südlich an München vorbei Richtung Salzburg geht und dann die Tauern überquert auf dem Weg nach Venedig.Diese Route hat mir noch gefehlt in meiner Sammlung nachdem ich die "Via-Claudia"-Route zum Gardasee über Fern- / u Reschenpass schon zusammen mit Peter Grätz gefahren bin, sowie die legendäre Nonstopp-Route " Via-Raetia " über den Brenner zusammen mit Richi ebenfalls an den Gardasee. Vom Schwierigkeitsgrad war die diesjährige Route jedoch die anspruchvollste. Denn sowohl an Kilometern bis an die Adria als auch an Höhenmetern über das Tauernmassiv liess die Tour keinen Schwierigkeitsgrad aus.
Das Fahren mit den doch recht schweren Rucksäcken war über diese Distanz und vor allem den Steigungen doch eine erhebliche Erschwernis obwohl wir meinten nur das Allernötigste dabeizuhaben.

Der Wettergott meinte es gut mit uns, fast zu gut . Wir kamen komplett an der Sonne über alle 4 Etappen bis ans Meer, aber speziell am letzten Tag waren es 40 Grad im Schatten. Die letzten 50 km Richtung Meer war allerdings nirgends Schatten .......So kam es dass wir einen erheblichen Teil der Urlaubskasse in Erfrischungsgetränke umsetzten und beinahe 5 Liter pro Nase bereits beim Radeln an diesem Nachmittag tranken. Die Etappenziele Holzkirchen, Leogang und Kötschach verwöhnten uns jedesmal mit einem tollen Hotel und Super Abendessen das uns die Strapazen des jeweiligen Tages schnell vergessen liess. Auch das Strandhotel in Caorle, in dem wir uns noch 3 Tage gönnten , war sehr schön und wir konnten uns regenerieren. Nach 4 Alpenpässen - Grossglockner , Iselsberg , Gailbergsattel und Plöckenpass - standen mit den Höhenmetern die wir sonst noch zwischendurch aufsammelten deren 7200 auf dem Zeiger bei 590 abgespulten Kilometern verteilt auf dreieinhalb Tage.
Darin eingerechnet die Schlussetappe, nachdem uns der Shuttlebus vom Transalp-Rückholservice "Fahrtwind" wieder über die Alpen zurück nach München kutschierte und wir den Rest des Weges nach Mering wieder aufs Rad stiegen .

Die Planungen für 2016 laufen bereits...

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Stefan Kratzer

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