Pizza Pasta und Pedale

von Angela Eßer

Italien lockt nicht nur mit leckeren Cappuccini, knusprigen Pizzen und den besten Pastagerichten der Welt, sondern auch mit faszinierenden Rennradstrecken. Dies ließ Stefan Effenberger, sportlicher Leiter des RSC Mering, vor fünf Jahren spontan zu einem ganz speziellen Trainingswochenende einladen. Ambitionierte Rennradler sollten die Möglichkeit bekommen, traumhafte Bergstrecken kennenzulernen und gleichzeitig ihre Bergfahrtauglichkeit unter Beweis zu stellen. Unter dem Motto „Kill the hill“ fanden sich schnell neugierige Radsportler, die diese besondere Herausforderung annahmen. Die von Effenberger ausgewählten Touren auf einsamen Bergstraßen begeisterten alle und sofort war klar, dass dieses Spezial-Training wiederholt werden und einen festen Platz in der Jahresplanung haben sollte.

Bei dem diesjährigen kleinen Jubiläum freuten sich insgesamt 14 Rennradler des RSC Mering darauf, die Bergwelt des Valsugana im Trentino zu erkunden und gleichzeitig die Kondition zu verbessern. Die zurückgelegten Tagesstrecken lagen bei circa 120 Kilometern mit bis zu 3300 absolvierten Höhenmetern. Und so brachte der Passo Manghen, der Monte Grappe und der Kaiserjägersteig zwar alle gehörig ins Schwitzen, doch die erreichten Gipfel mit ihren traumhaften Ausblicken ließen die Anstrengungen der zurückgelegten Höhenmeter schnell vergessen. „Es ist immer wieder faszinierend“, meint Tom Greußlich, der seit dem ersten „Kill the hill“-Wochenende mit dabei ist, „wie viel unberührte Natur wir auf diesen Touren entdecken.“ Kein Wunder, denn die von Effenberger ausgewählten Strecken sind allesamt einsame und oft unbekannte Passstraßen, die den Rennradlern einen maximalen Fahrspaß bieten. Von einfachen bis anspruchsvollen Anstiegen ist für jeden etwas dabei und die Abfahrten inmitten von grandiosen Bergpanoramen lassen jedes Radlerherz höher schlagen.


Schon beim ersten „Kill the hill“-Wochenende waren auch viele Ehepartnerinnen – und partner mit dabei, die die Sportler in ihrem Ansinnen unterstützten. Auch wenn sie nicht mitradelten, so erkundeten sie dennoch die Umgebung auf ihre Art und beim gemeinsamen Abendessen und einem Glas Rotwein wurde von den unterschiedlichen Tageserlebnissen begeistert erzählt. Für alle „Kill the Hill“-Teilnehmer sind somit diese vier Tage immer wieder ein willkommener Kurzurlaub, der bei jedem einzelnen noch lange nachhallt.


Zum ersten Mal konnte in diesem Jahr auch eine Mountainbike-Tour angeboten werden, die vom RSC-Vorsitzenden Frank Kühne initiiert und geführt wurde. So erklomm eine kleine Gruppe Mountainbiker den Monte Grappa auf unbefestigten Wegen, - eine Tour, die keine Wünsche offen ließ. Für alle steht schon vor der Heimreise fest, dass sie im nächsten Jahr wieder dabei sind, wenn es heißt „Kill the hill“. 

Und noch eines wissen alle sicher, die dabei waren: gemeinsam geht es immer leichter bergauf!


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