Jascha beim New York Marathon

Am Freitag den 03.11.2017 ging es nach New York. Einziges Problem dabei waren die vielen Erkälteten im Flugzeug direkt um mich herum. Ich wollte mich 1,5 Tage vor dem Marathon nicht mehr erkälten was zum Glück auch nicht passiert ist. Jetlag war nicht das große Problem, zumindest gefühlt nicht durch die ersten Eindrücke von New York. Das erste Marathonflair ist dann auf der Messe bei der Abholung der Startnummer (# 8828) aufgekommen. Man hatte dort viele lachende Gesichter um sich herum. Zurück in das Hotel ging es dann ebenfalls nicht gleich. Zu beeindruckt von Manhatten, war ich noch bis in der Nacht dort zu Fuß unterwegs. Schlusspunkt war der Times Square in der Nacht bei dem diese zum Tag wird. Am nächsten Tag ging es dann um ca. 05:30 am Morgen los. Umziehen, einen kleinen Happen essen und noch an den wichtigen Stellen einschmieren… Um 06:30 Uhr sind wir dann mit dem Bus zum Start an die Verrezano-Narrows Bridge in Staten Island gebracht worden. Nach der Brücke werden dann noch die Stadtteile Brooklyn, einen kleinen Teil von Queens und der Bronx sowie zum Schluss Manhatten durchlaufen. Großes Ziel ist dabei zunächst der Central Park aber eigentlich ist es der Weg dahin wie sich dann recht schnell herausgestellt hat. Damit werden alle fünf Stadteile von New York durchlaufen. Gemein haben alle fünf Stadtteile eines. Man wird überall getragen und unheimlich angefeuert von den Menschen die an die Strecke gekommen sind. Und das unabhängig von Alter, Geschlecht und Herkunft! Am Start waren insgesamt ca. 55.000 Läufer (Finisher ca. 50.000) aus 135 Ländern. Eine sehr bunte Mischung bei der es, zumindest was ich mitbekommen habe, zum Glück keinerlei Probleme gegeben hat. So wie es sein soll! Allerdings waren die Sicherheitsvorkehrungen ebenfalls enorm. Es gab (angeblich auch während des Laufs) Scharfschützen auf den Dächern, Zufahrtsstraßen (alle Zufahrtsstraßen im Start- und Zielbereich) wurden mit riesigen Müllfahrzeugen blockiert und sehr viel Polizei und Armee an der Strecke. Beim Marathon selbst habe ich sehr schnell rausgefunden das es nicht um irgendeine Bestzeit über die Marathondistanz geht. Das funktioniert in New York sowieso nicht. Die Strecke ist sehr hügelig und anspruchsvoll. Ungefähr 10-15 Minuten bleibt man deshalb ungefähr (und das nicht nur gefühlt) hinter seinen Bestzeiten im Normalfall zurück. Vielmehr geht es in New York um das Erlebnis. Es waren sehr viele Menschen an der Strecke die ganz toll anfeuern, Musik machen, sich verkleiden und so eine riesige Party zusammen mit den Läufern feiern. Es macht riesig Spass wenn man sich darauf einlässt! Ich war deshalb die ganze Zeit über dabei Hände abzuklatschen, zu lachen, fotografieren und fotografiert zu werden. Darum war es auch eine gute Entscheidung die Kamera beim Laufen mitzunehmen. Ich habe das zum ersten Mal gemacht und es nicht bereut. Es hat zwar beim Laufen etwas gestört den Fotoapparat in der Hand zu haben aber für die ca. 15 Stopps war es super den Fotoapparat dabei zu haben. Einige der Fotos die beim Start, dem Ziel sowie während des Laufs entstanden sind, sind beigefügt. Trotzdem hat der eine oder andere Stopp dann ab spätestens km 30 dann doch weh getan. Und sei es erst nachdem ich wieder angelaufen bin… Nach 3:20hr bin aber auch ich dann ebenfalls ins Ziel gekommen. Das hat Platz 3.135 bedeutet. Das war aber ebenfalls Nebensache. Ganz lustig aber, alle Läufer unter 5:00hr werden am kommenden Tag mit Name und Zeit in der New York Times abgedruckt… Etwas gewöhnungsbedürftig war die Tatsache, dass es nach dem Lauf keine Duschen gegeben hat und man deshalb so wie man ist zurück ins Hotel laufen muss. Ist aber wahrscheinlich auch schwierig für 55.000 Menschen im Central Park Duschen aufzustellen! Ganz interessant war dann auch der folgende Tag wo man sehr viele Medaillen im New York spazieren gehen sieht. Offensichtlich sind viele Amerikaner sehr stolz darauf teilzunhmen. Man wird auch nach dem Lauf von vielen Passanten auf den Lauf angesprochen und zur Teilnahme beglückwünscht. Ich fand das irgendwie schön, würde wahrscheinlich so beim München-Marathon nicht stattfinden… Es war auf jeden Fall ein ganz tolles Erlebnis mit ganz vielen schönen Eindrücken für mich. Soweit jemand einmal die Möglichkeit zur Teilnahme hat kann ich deshalb nur sagen, MACHEN!!!

Gruss Jascha

alle Bilder gibt es hier