Regentriathlon bei der Challenge Walchsee

Am Sonntag, 3.9.17, startete ich meinen letzten Wettkampf für heuer, bei der Halbdistanz im Kaisergebirge. Bereits die ganze Nacht zum Sonntag prasselte der Regen mal mehr, mal weniger stark aufs Wohnmobildach. An Schlaf war kaum zu denken. Ein Blick aus dem WoMo in der Früh zeigte tief hängende Regenwolken über dem See, die umliegenden Berge waren von den Wolken verdeckt. Das Thermometer zeigte 4 Grad. Beim Schwimmstart um 9:20 Uhr regnete es nur noch leicht und die Temperatur war auf 8 Grad gestiegen. Das Schwimmen selbst war bei einer Wassertemperatur von 19 Grad noch der angenehmste Teil. Nach 37 Minuten verließ ich auf der leicht verkürzten Schwimmstrecke das Wasser und brauchte dann 10 Minuten für den Wechsel, da ich mich komplett umzog. Es war ungemein schwierig, die feuchten Klamotten, die im Wechselbeutel ja auch schon 3 Stunden im Regen lagen, anzubekommen. So ging ich dann mit 7 Minuten Rückstand auf den führenden meiner Altersklasse auf die Radstrecke. Ich hatte zwar an Handschuhe und eine Mütze gedacht, aber nicht an eine lange Hose. Nach wenigen Kilometern waren meine Füße und Knie eiskalt. Da half nur kräftig treten. Nach der Hälfte der ersten Runde setzte dann wieder ein stärkerer, kalter Regen ein, so dass ich nach einiger Zeit richtig zu zittern anfing. Das legte sich Gottseidank wieder, so dass ich die 2. Runde auf der auf 70 km verkürzten Radstrecke - wegen des Regens wurde ein Teilstück mit einer gefährlichen Abfahrt weggelassen - in Angriff nehmen konnte. Nach dem Radfahren führte ich dann plötzlich mit 16 Minuten Vorsprung. Das Laufen ließ ich gemächlich angehen. Die ersten Kilometer spürte ich die kalten Beine und Füsse kaum, ein komisches Gefühl. Aber auch das legte sich, so dass ich dann nach 5:14 Stunden als erster der AK 65 ins Ziel kam. Das Wetter machte vielen einen Strich durch die Rechnung. Nur 482 TeilnehmerInnen von 811 gemeldeten Teilnehmer erreichte das Ziel, in meiner AK nur 2 von 6. Damit habe ich heuer meine beiden Halbdistanzen gewonnen und wurde bei meiner ersten Langdistanz Vierter. Die guten Ergebnisse habe ich bei allen Wettkämpfen dem Radfahren zu verdanken. Deshalb auf diesem Weg auch vielen Dank an alle RSCler, die mich bei unseren Trainingsfahrten mitgeschleppt haben, besonders an Stefan und Frank, die mich in Südtirol die Berge hochgezogen haben und an unseren Triathlonwart Roland, der immer gute Tipps parat hatte.

Gruß
Wolfgang