Erlanger Triathlon 2017 ... es sollte wieder einmal heiß werden.

Die Wettervorhersage hatte es angkündigt, der Wettertrend am Samstag hatte es bestätigt; es sollte beim Erlanger Triathlon wieder einmal richtig heiß werden. Schon während der Anfahrt morgens nach Erlangen zeigte sich der Himmel wolkenlos und die Sonne gab sich richti Mühe, den Tag mit Wärme und Hitze zu versorgen. Im Verlauf des Wettkampfgeschehens sollten die Temperaturen die Marke von 30° Grad Celsius deutlich übersteigen. Gerade auf der Laufstrecke sollte Hitze dann vielen Athleten ordentlich zusetzen.Die Erfrischung und Abkühlung in Form von Wasser und Schwämmen sowie die Getränke in den Verpflegungsstellen wurden mehr als dankbar angenommen. Trotz der am Sonntag sich abzeichnenden hohen Temperaturen hatten die Regenfälle der vorhergehenden Tage das Wasser im Main-Donau-Kanal so abgekühlt, dass Neoprenanzüge beim Schwimmen erlaubt waren. Für mich begann der Wettkampf mit den Startschuss um 09:00 Uhr auf der Olympischen Distanz (1,5 Km Schwimmen - 40 Km Rad - 11 KM Laufen). Wie schon beim letzten Start in Karlsfeld habe ich auch in Erlangen wieder sehr lange benötigt, um einen guten Schwimmrhythmus zu finden. Erst nach gut 500 Meter konnte ich ein Gefühl für das Wasser entwickeln und dann auch etliche Mitsteiter noch vor dem Ausstieg aus dem Wasser überholen. Unterstützt durch Wasserwacht und DLRG wird jedem Schwimmer der Ausstieg über die Uferböschung hinauf auf den Kanaldamm erleichtert. Vorbei an vielen Zuschauern direkt am Schwimmausstieg und auf der sich direkt darüber befindenden Dechsendorfer Brücke ging der Weg nach Aufnahme des Wechselbeutels ins Wechselzelt. Erst hier darf der Neopren vollständig ausgezogen werden und muss dann in den Wechselbeutel verpackt werden. Weiter geht es durch den langen Radpark bis zum eigenen Fahrrad; bei 800 Rädern, die wie Hühner auf der Stange hängen, ist es nicht immer ganz einfach, das richtige Rad zu finden. Helm auf, Schuhe an, Starnummer um den Bauch und dann raus aus der Wechselzone und ab in den Sattel. Vierzig abwechslungsreiche Kilometer bestückt mit hügelichen Passagen, flachen Drückerstrecken und einem kürzeren Anstieg führen durch´s Erlanger Hinterland; immer wieder Kanal und Autobahn querend ghet der Weg zurück nach Erlangen in die Wechselzone zur Laufstrecke. Hier gilt es, das Rad schnellstmöglich abstellen, den Beutel mit den Laufutensilien aufnehmen und im Wechselzelt Laufschuhe anziehen und Mütze aufsetzen ... und raus auf die Laufstrecke. Entlang des Kanals verläuft die Strecke zum Sportgelände des TV 48 Erlangen, einmal auf der Laufbahn durch´s Stadion und wieder entlang des Kanals und schließlich denselben überquerend in den angrenzenden Wald. Rein in den Wald - bis zum Wendepunkt - raus aus dem Wald und wieder über den Kanal und nochmals am Kanaldamm bis ins Ziel im Stadion. Spätestens auf der Laufstrecke machte sich die Hitze gnadenlos bemerkbar. Ich komme grundsätzlich mit hohen Temperaturen gut klar und konnte auf den ersten Kilometern der Laufstrecke immer wieder vor mir laufende Athleten überholen. Einige hatten hier bereits vom Laufschritt in den zügigen Wanderschritt umgestellt oder blieben in den Verpflegungsstellen stehen, um die Abkühlung und Getränke ausgiebig nutzen zu können. Das Gehen ist mir erspart geblieben, aber zwischen Kilomer 7 und Kilometer 9 habe ich die Schritte deutlich verlangsamen müssen. Hier habe ich wohl auch die Platzierung auf dem "Podest" in der Altersklasse verspielt, denn der Konkurrent auf Platz 3 war nur knapp eine Minute vor mir im Ziel. Nach dem abshließenden letzten Kilometer am Kanaldamm bin ich recht zufrieden ins Ziel gekommen. Froh nicht noch eine weitere Runde laufen zu müssen, denn die Starter auf der Mitteldistanz (2 KM Schwimmen - 80 KM Rad - 20 KM Laufen) durften oder mussten nach einer zweiten Runde durch´s Stadion nochmals den Weg hinaus in die Hitze und durch den Wald angehen. Mit Platz 45 in der Gesamtwertung und Platz 4 in der AK 50 in einer Gesamtzeit von 2:27 Stunden bin ich mehr als zufrieden und habe mich direkt am Kuchenbuffet bedient. Es hat mir wieder riesig Spass gemacht und ich kann allen, die überlegen bei einer Mitteldistanz an den Start zu gehen, eine Teilnahme in Erlangen nur wärmsten empfehlen.

Roland