Sektion Triathlon - Berichte aus der aktuellen Saison

 

Rothsee Triathlon 2017

Nach gefühlt hundert Jahren, tatsächlich waren es 4 Jahre, in denen ich wegen diverser Verletzungen und Operationen nicht an den Start habe gehen können, bin ich wieder aktiv in das Triathlon-Wettkampfgeschehen eingestiegen. Der Rothsee Triahtlon gehört für mich seit Anfang an zu den Veranstaltungen, bei denen ich immer sehr gerne gestartet bin und auch in den nächsten Jahren starten werde. Angereist bin ich bereits Freitag abends und habe das Wochenende mit meinem Bruder im Wohnwagen verbracht. Für mich die entspannte Art und Weise einen Wettkampf zu genießen. Bereits am Samstag fanden etliche Wettkämpfe statt; angefangen von Schüler und Jugend über Volksdistanzrennen bis hin zu den Wettkämpfen der
2.Bundeliga Süd sowohl bei Damen als auch Herren war jedoch Menge geboten und der Nachmittag mit Zuschauen und aktiver Erholung im See belegt. Start zum Hauptwettkampf über die Olympische Distanz (1,5 KM Schwimmen - 42 KM Radfahren - 10 KM Laufen) war dann am Sonntag ab 09:00 Uhr. In 10 Startgruppe wurden die mehr als 1.000 Einzelstarter auf die Reise geschickt; gefolgt von Staffelteilnehmer in nochmals 2 Startgruppen. Geschommen werden durfte wegen der warmen Wassertemperaturen (jenseits der 24° Celsius-Marke) ohne Neopren-Anzug. Nach einem eher mäßigen Wechsel in die Radschuhe und auf´s Rad ging die Hatz los durch´s hügelige fränkische Hinterland. Bei bedecktem Himmel und
dunklen Wolke war ich bemüht auf der Radstrecke nicht zu sehr an Zeit zu verlieren. Teilweise wurde ich von Mitstreitern in einer Geschwindigkeit überholt, die mich kurzfristig überlegen ließ, ob ich stehen geblieben sei. Aber Spaß gemacht hat es trotzdem riesig, auch wenn der Wind von Kilometer zu Kilometer zulegte. Nach einem wieder ausbaufähigen Wechsel in die Laufschuhe -- ab auf die Laufstrecke. Diese verläuft auf dem Damm zwischen Rothsee und Main-Donau-Kanal in zwei Runden. Zwischenzeitlich hatte sich die Sonne zurückgemeldet und es war doch richtig heiß geworden. Bei der Anzahl der Starter und der zwei zu bewältigenden Runden wurde es auf der Laufstrecke nie einsam oder langweilig; zumal die Triathlon-Region Rothsee bekannt und berüchtigt ist für die Begeisterungsfähigkeit der vielen Zuschauer. Verteilt auf die Laufrunde wurden alle Atlethen bis ins Ziel begeisternd angetrieben und angefeuert.
Im Ziel konnten dann alle bei Sonne das enorme Kuchen- und Obstbuffet genießen. Zeiten und Platzierungen waren für mich erstmal nebensächlich. Ich habe nach vielen Rückschlägen wieder einen Triahtlon ins Ziel gebracht, habe riesig Spass gehabt dabei.

Roland Teufel

 

Platz drei AK für Daniel Hilbert beim Königsbrunn Triathlon

Nach einer durchgehend sommerlichen Woche, hat sich das Wetter am Sonntag nicht so rosig präsentiert. Aber er Ilsesee war noch so warm, dass das Tragen von Neoprenanzügen von vorneherein ausgeschlossen wurde. Eine knappe Stunde vorm Start, hat's aber zum Regnen angefangen und so richtig warm wurden es einem nicht mehr bis zum Startsignal. Aber einmal im Wasser, war das Fröstelgefühl weg und es lief dann eigentlich ganz gut. Lästiger war der Regen dann beim Radfahren. Durch die lange Trockenheit lag so eine richtige schaumige Suppe auf den Straßen. Der Wind war auch ziemlich kräftig und schnelle Radsplits waren heute damit nicht drin, auch weil auf den Abfahrten und Kurven etwas Tempo rausgenommen werden musste. Phasenweise haben mir auch die Zähne geklappert, bei diesen ungemütlichen Bedingungen. Mir ist dann noch im letzten Kreisverkehr so ein Fauxpas unterlaufen, weil ich im Wettkampfeifer eine Ausfahrt zu früh rausgefahren bin. Erst als mich ein ausnahmsweise freundlicher Autofahrer durch Hupen drauf aufmerksam gemacht hat, dass ich mich Richtung Mering bewege, ist mir der Fehler überhaupt aufgefallen. Also nichts wie zurück zum Kreisverkehr, da seh ich dann die 5 Radfahrer, die ich vorher im Laufe des Rennens überholt habe und muss mich leider wieder hinten einreihen. Zumindest bin ich dann mit ordentlich Wut im Bauch auf die Laufstrecke und hab versucht meine Konkurrenten wieder einzuholen, was mir aber nur zum Teil gelungen ist. Ganz stark ist Daniel gefahren, getreu seinem Motto: "Der Wade keine Gnade". Trotz der widrigen Bedingungen einen knappen 40er Schnitt mit einer Endzeit von 2:17:45 auf den 3. Gesamtrang. Ich hab deutlich länger gebraucht: 2:41:56 und leider nur den undankbaren 4. Platz in der AK 50 erreicht.
Aber ich hab keinen Groll, die andern 3 waren so weit weg, dass ich auch nicht auf's Podium gekommen wäre, wenn ich den Fehler am Kreisverkehr nicht gemacht hätte. Ein Lob möchte ich noch an den Veranstalter richten. Die Organisation war wie immer perfekt, die Strecke super abgesichert und das Kuchenbuffet im Ziel grandios. Auch waren sehr engagierte Zuschauer an der Strecke. Ich bin oft mit Namen angesprochen und angefeuert worden. 

Fazit: Königsbrunn ist immer wieder eine anspruchsvolle aber schöne Veranstaltung.

Christian Ohantel

 

Triathlon Lauingen

Am letzten Wochenende hatte der TV Lauingen zum Triathlon eingeladen. Bei optimalen Wetterbedingungen war für jeden etwas dabei. Am Samstag gab es neben dem Kidsrace im und um den Auwaldsee noch Mannschaftstriathlon und die Ligawettkämpfe mit Bike and Run. Am Sonntag konnte man wählen zwischen Volksdistanz, olympischer und Mitteldistanz.
Um 09:00 Uhr viel der Startschuss für die Mitteldistanz. Etwa 80 Starter machten sich auf in drei Runden mit kurzem Landgang 2.200m zu schwimmen. Ist nicht immer ganz so einfach in dem Gewusel die Wendemarken anzupeilen. Also verlässt sich jeder auf den Vordermann, was im geordneten Mittelfeld mehr oder weniger funktioniert. Der Wechsel auf das Rad war direkt am Strand und nach kurzem schieben, hieß es in vier Runden á 20km auf der flachen Strecke, bei mäßigem Wind einen guten Rhythmus zu finden. Nicht ganz einfach waren die engen Wendepunkte, einer davon mitten auf dem Radhausplatz unter den Augen der Zuschauer. Also ja keinen Fahrfehler und raus aus der Kurve. Der Wechsel in die Laufschuhe war ebenfalls in der Stadt. Da die kürzeren Distanzen parallel liefen, waren die ersten 30m mit den Rädern und Wechselboxen der Teilnehmer der Kurzdistanzen belegt. Also runter vom Rad und schieben, bis man seinen Platz am 'Ende' der Reihe gefunden hatte - vor allem wenn man wie ich kurzfristig nachgemeldet hat. Gelaufen wurde an der Donau entlang ebenfalls vier Runden á 5 km. So langsam wurde es ziemlich heiß und jeder war froh über die ausreichende Versorgung mit Wasser. Das Gute an den Runden war, dass man die Vereinskollegen öfters traf und sich gegenseitig anfeuern konnte. Hin und wieder flog auch Faris Al-Sultan, ehemals Triathlonprofi vorbei, der den Schlussläufer in einer Staffel machte. Nach den 20km und insgesamt 4:39 h war ich dann doch froh, als ich am Rathaus ins Ziel einlaufen konnte. Nach all den Gels und Isos gibt es wohl nichts Herrlicheres als ein kühles Bierchen - natürlich alkoholfrei :-)

Frank Kühne

 

Ironman 70.3 Kraichgau

Am 11.6.17 starteten ca. 2000 Athleten beim Ironman 70.3 Kraichgau. Nach den 1,9 km schwimmen lag ich mit einer Schwimmzeit von 43 Minuten auf dem 4. und letzten Platz der Altersklasse M 65. Beim Radfahren über 90 km auf der sehr hügeligen Strecke im Land der Tausend Hügel könnte ich gut aufholen und mit einer Radzeit von 2:59 Stunden den Rückstand vom Schwimmen mehr als wettmachen. Auf der Laufstrecke lief es zunächst ganz gut, bevor ich bei km 12 wieder "meine" Zerrung im Oberschenkel bekam. Ich wollte schon aufgeben, folgte dann aber dem Rat eines Begleiters und lief mit kurzen Tippelschritten die restlichen 9 km und erreichte so noch eine Halbmarathonzeit von 2:06 Stunden. Offensichtlich hatten bei der extremen Hitze auch meine Mitstreiter ihre Probleme. Trotz meiner mit Abstand schlechtesten Laufzeit für einen HM gewann ich zu meiner Überraschung die Altersklasse. 

Auch in der Gesamtwertung der Männer reichte es immerhin noch zu Platz 848 von 1653 im Ziel.

Wolfgang Geiger